Pressemitteilung August 2012
Grüner Asphalt für die Mönckebergstraße
Hamburgs Haupteinkaufsstraße erhält am Wochenende 25./26. August neuen Straßenbelag aus recyceltem Asphalt
Hamburg recycelt die Mönckebergstraße: 500 Tonnen Asphalt wurden am Samstagabend zwischen Hauptbahnhof und Rathaus abgefräst, über Nacht im Mischwerk aufbereitet und am Sonntag wieder eingebaut. Für die Sanierung der maroden Asphaltdecke setzt die Hamburger Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation auf die Maximalrecycling-Methode der Firma STORIMPEX AsphalTec aus Glinde. Die neuartige Technologie erlaubt erstmalig eine fast vollständige Wiederverwendung von Ausbauasphalt. Sie ist kosteneffizient, spart Ressourcen und Energie und damit auch CO2 ein. Uneingeschränkt positive Erfahrung mit dem Verfahren hat Hamburg in der Vergangenheit bereits mit einer Teststrecke im Wilhelmsburger Pollhornweg gemacht.
„Am Montagmorgen wird hier der Verkehr über einen erstklassigen Straßenbelag fahren, der nahezu komplett aus dem gebrauchten Material aufbereitet wurde. Das schont die Umwelt und Hamburgs Stadtkasse“, erklärt Gerhard Riebesehl, Geschäftsführer von STORIMPEX AsphalTec, die Vorteile seiner Maximalrecycling-Methode. Weder mussten für die Mönckebergstraße erdölbasierte Bitumen noch nennenswerte Anteile von Mineralstoffen wie Sand und Splitt neu gewonnen, energieintensiv aufbereitet und herangefahren werden. Da kaum neues Material nötig war, sinken auch die Kosten erheblich. Ein weiterer Vorteil des Recyclings für das Projekt Mönckebergstraße: Die speziell auf die Gehwege abgestimmte Farbgebung der Fahrbahndecke ließe sich heute nicht neu herstellen, weil einige der eingebauten Mineralstoffe nicht mehr verfügbar sind.
„Es freut uns, dass Hamburg den 2010 eingeschlagenen Weg fortsetzt und eine seiner prominentesten Straßen umweltfreundlich saniert. Hochwertige Wiederverwendung im Straßenbau ist für Länder und Kommunen im Grunde ein Muss, will man den Anforderungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes entsprechen“, betont Riebesehl. Es komme jetzt darauf an, dass in Deutschland die technischen Vorschriften sowie Vergaberichtlinien entsprechend angepasst werden. Die maximale Wiederverwendung von Ausbauasphalt müsse künftig bereits in der Ausschreibung neuer Projekte festgeschrieben werden.
Technische Voraussetzung für das vollständige und mehrfache Recyceln von Straßenbelägen ist eine sortenreine Trennung beim Ausbau der verschiedenen Asphaltqualitäten. Für die anschließende hochwertige Aufbereitung sorgt eine Additivkombination, die von STORIMPEX gemeinsam mit den Firmen Sasol Wax und der Hamburger Niederlassung der DEUTAG entwickelte wurde. Grundlage des neuartigen Additivs ist eine Wachs-Öl-Kombination, mit der sich der Härtegrad des aufbereiteten Bitumens aus dem Straßenbelag exakt einstellen und die Einbautemperatur um rund 30 Grad Celsius absenken lässt. So können heute nahezu 100 Prozent des alten Straßenbelages wiederverwertet werden statt bislang maximal 40 Prozent.
Positive Erfahrungen mit der Maximalrecycling-Technolgie der Firma STORIMPEX AsphalTec liegen schon seit dem Jahr 2006 vor. Über 25 000 Tonnen Asphalt sind seitdem auf 16 verschiedenen Flächen in Deutschland verbaut worden und haben sich auch unter der Belastung des Schwerlastverkehrs bewährt. Derzeit werden in Baden-Württemberg vier weitere Baumaßnahmen realisiert. Weitere Straßen wurden im vergangenen Jahr in Niedersachsen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen saniert. Groß ist auch das Interesse im Ausland: Momentan laufen Gespräche mit der Türkei, der Schweiz, den Niederlanden, Tschechien und Russland.
Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Gerhard Riebesehl
Geschäftsführer STORIMPEX AsphalTec
Tel. 040-64 22 63 03 30
Mobil 0175-41 366 51
Technische Daten zur Baumaßnahme Mönckebergstraße
Länge des Straßenabschnittes: 845 Meter
Größe der Fläche: 5000 Quadratmeter
Asphalt-Menge: 500 Tonnen
Frästiefe: 4,0 Zentimeter
Recyclingquote: 85 Prozent
Auf der Mönckebergstraße wird erstmalig eine Splittmastix-Asphaltdeckschicht (SMA) ausgebaut und zu 85 Prozent im Neumischgut wieder verwendet. Der SMA ist ein sehr hochwertiger Asphalt, der sich durch einen hohen Anteil an Edelsplitten auszeichnet sowie durch polymermodifiziertes Bitumen. Seine Zusammensetzung ermöglicht eine widerstandsfähige und verkehrssichere Deckschicht mit einer langen Lebensdauer.
In den meisten Bundesländern ist die Wiederverwendung im Splittmastixasphalt noch ausgeschlossen. Hamburg lässt bereits seit längerer Zeit Zugabemengen von 30 Prozent in seinen Vorschriften zu. Für die Mönckebergstraße wird erstmals die maximal mögliche Recyclingquote als Sonderregelung eingesetzt.
Ablaufplan für die Baumaßnahme
Samstag, 25. August:
Ab 18.00 Uhr Abfräsen der Deckschicht und sofortiger Transport in die Asphaltmischanlage Pinkertweg der DEUTAG GmbH & Co. KG.
Aufbereitung des Mischgutes über Nacht in der Asphaltmischanlage
Sonntag, 26. August:
Ab 8.30 Uhr Einbau des aufbereiteten Asphalt
Fertigstellung gegen 14.30 Uhr
Montag, 27. August:
Freigabe der Mönckebergstraße für den Verkehr gegen 5.00 Uhr
Pressemitteilung Januar 2012
Bioraffinerie der Zukunft schafft Arbeitsplätze in Leuna
STORIMPEX Unternehmensgruppe produziert ab 2012 Biorohstoffe mit ThyssenKrupp Uhde-Verfahren
T-Shirts, Plastiktüten und Flaschen aus biologisch abbaubarem Kunststoff, alles komplett auf Basis nachwachsender Rohstoffe hergestellt – was sich wie Zukunftsmusik anhört wird 2012 in Leuna realisiert. Mit zunächst 25 neuen Mitarbeitern wird die STORIMPEX Unternehmensgruppe in ihrer Chemieanlage Leuna ein von ThyssenKrupp Uhde entwickeltes Verfahren zur Herstellung von biobasierter Bernsteinsäure umsetzen.
ThyssenKrupp Uhde errichtet auf dem Gelände des STORIMPEX-Chemiewerks in Leuna eine Multipurposeanlage, deren Betriebsführung die STORIMPEX Unternehmensgruppe übernimmt. STORIMPEX investiert über 2,2 Millionen Euro in ein Büro- und Technikumsgebäude für ThyssenKrupp Uhde auf ihrem Gelände. Spätestens im Juli 2012 soll der Technikumsbetrieb anlaufen.
Die entsprechenden Verträge wurden von beiden Unternehmen unterzeichnet. „Wir freuen uns, dass wir eine überzeugende Zukunftstechnologie nach Leuna holen konnten“, betont Friedrich Winkelmann, Gründer der STORIMPEX Unternehmensgruppe. „Insgesamt werden durch die Investitionen ideale Voraussetzungen geschaffen, um künftig gemeinsam nachhaltige biotechnologische Innovationen und Prozesse am Standort Leuna entwickeln und begleiten zu können.“
Mit dem Rohstoff Bernsteinsäure, der durch die Fermentation aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird, verbinden sich große Hoffnungen für die Zukunft verschiedener industriell produzierter Chemikalien. „Im Vergleich zu herkömmlichen Alternativen bietet Bernsteinsäure günstige Produktionskosten mit geringen Preisschwankungen und einem erheblich reduzierten CO2-Ausstoß“, erklärt Dr. Joachim Schulze, Leiter des Bereichs Biotechnologie bei ThyssenKrupp Uhde. Bernsteinsäure wird beispielsweise in Polymeren, Lösungsmitteln, Pharmaprodukten oder auch in Lebensmitteln verwendet.
ThyssenKrupp Uhde hat weltweit mehr als 4.800 Mitarbeiter und gehört innerhalb des ThyssenKrupp Konzerns zur Business Area Plant Technology. Schwerpunkte der Unternehmensaktivitäten sind die Planung und der Bau von Chemie- und Industrieanlagen in den Bereichen: Düngemittel, Elektrolysen, Gastechnik, Öl-, Kohle- und Rückstandsvergasung, Raffinerietechnik, organische Zwischenprodukte, Polymere und Synthesefasern sowie Kokerei- und Hochdrucktechnik. Rund um den industriellen Anlagenbetrieb bietet Uhde seinen Kunden professionelle Dienstleistungen und Komplett-Lösungen.
Die STORIMPEX Unternehmensgruppe ist spezialisiert auf den Handel mit mineralölstämmigen Sonderprodukten, der Vermarktung von Baustoffen, dem Umgang mit nachwachsenden Rohstoffen, dem Handel mit Rohstoffen für die Lebensmittel- und Futtermittelindustrie, der Verwertung und Beseitigung von Abfällen, der Entwicklung und Umsetzung von erneuerbaren Energieprojekten sowie der Konzeptionierung von innovativen Abfallkonzepten.



